Heute sind wir bereits um 4:35 aus den Federn gesprungen, um beim ersten Sonnenlicht zu starten. Der Ablauf war folgendermassen geplant: 5 Uhr Fruehstueck, 5:30 Bustransfer zum Flughafen und 6:15 Abflug. Wir haben eine lange Strecke vor uns und verlieren von Westaustralia nach South Australia anderthalb Stunden. Da wir nur bei Tageslicht fliegen duerfen, koennte es knapp werden, wenn uns nicht sputen.
Ich genoss einen traumhaften Start bei Sonnenaufgang, sogar noch bevor die Sonne ueberhaupt zu sehen war. Ich kann schoen beobachten, wie sich der rote Sonnenball langsam aus dem Horizont erhebt. Schoen.
Direkt nach dem Start guckte ich in ein riesiges Loch der Mine „Superpit“. Wow war das spannend. Sogar heute am Samstag um diese Uhrzeit ist diese Miene sehr aktiv. Jede Menge Laster fahren auf den Terrassen in die Miene und wieder raus. Toll!
Kurz bevor wir Caiguna erreichen, sehen wir das „ReadyMix sign“ einer Zementfirma, das Mitarbeiter dieser Firma in den Sechzigern in den Boden „geschrieben“ aeh gepfluegt haben. Leider ist der Himmel bewoelkt und zwingt uns tiefer zu fliegen, so dass ich das gesamte „Bild“ nicht fotographieren kann. Es ist aber auch nicht mehr so gut zu sehen, wie im Internet dokumentiert.
Die Maenner haben vor unserem Abflug noch kurz ins Feld gepinkelt. Leider gab es kein Klo in der Naehe der Fliegerparkplaetze. Schnell habe ich bereut mich nicht auch aufs Feld gehockt zu haben. Ich konnte jedenfalls die Landung am Roadhouse Caiguna kaum erwarten. ![]()
Beim Landen haben wir ganz viele Kaenguruhs von der Landebahn gescheucht. Die waren teilweise beim Starten wieder da. Hier faengt auch die spektakulaere Steilkueste an. Ich halte Ausschau nach Walen, habe aber kein Glueck. Dafuer sichten wir zwei Delphinschulen. Niedrige Wolken, die lokale Schauer in Richtung Boden oder Meer schicken und wie durchsichtige Vorhaenge aussehen, geben der Landschaft ein fast magisches Flair. Und wir fliegen mittendurch. Wunderschoen! Teilweise entsteht ein Regenbogen hier und da.
An einem Ort, der „Boarder Village“ heisst, ueberfliegen wir die Staatengrenze nach South Australia. Der Name scheint Programm zu sein.
Wir fliegen entlang der Steilkueste bis nach Nullarbor Homestead, was ein Motel und Roadhouse – also Tank/Raststaette – zugleich ist. Hier ist ueberall das Durchqueren des Nullarbour Thema. Dieses Stueck Wueste oder Ebene ist das groesste Stueck Kalkstein der Welt. Im Roadhouse gibt es Karten zu kaufen, wo man ankreuzen kann mit welchem Verkehrsmittel man den Nullarbor durchquert hat. Ausserdem kann man den Hinweisschildern zu Folge hier in der Saison Wale von der Kueste aus beobachten. Die Saison hat quasi gestern angefangen, aber das nuetzt mir auch nichts, wenn kein Wal zu sehen ist! ![]()
Nach dem Betanken der Flieger goennten wir uns ein kurzes Mittag. Da sah ich einen Dingo zwischen den LKWs raumlaufen. Ich hatte noch keinen zuvor gesehen. Des Raetsels Loesung wurde schnell aufgeklaert, als ich sah, dass ein Trucker dem Dingo, trotz Hinweisschildern dies zu unterlassen, Futter zuwarf. Zumindest gelangen ein paar Fotos.
Als wir zurueck an die Kueste flogen, war die Steilkueste verschwunden und statt dessen riesige Sandduenenflaechen entlang der Kueste.
Wir folgen weiter der Kuestenlinie, kommen an Ceduna und der “Lake McDonald Mine“ vorbei, passieren Coffin Bay und landen schliesslich gegen fuenf in Port Lincoln.
Heute Nacht wohnen wir in einem sehr schoenen Motel, dem Blue Sea Motel mit Blick auf die Bucht. Das Zimmer ist modern, gross und stilvoll eingerichtet – fuer ein Motel! ![]()
Direkt gegenueber geniessen wir unser letztes gemeinsames Abendessen. Da sich Port Lincoln gern als „Fischhauptstadt“ bezeichnet, waehle ich den lokalen Tunfisch, der hier gezuechtet wird. Sehr lecker. Wir sind alle platt und gehen frueh ins Bett. ![]()
Hier werden wir nach und nach unsere Fotos hochladen. Das kann aber noch etwas dauern.
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Comment by SaidaBlesee — July 22, 2010 @ 1:59 am