July 26, 2008

Meine Freundin Nathalie…

Category: Besuch,Fliegen,OZ — Madlen @ 6:06 pm

…hat Anfang des Jahres einen Vortrag bei einer Konferenz eingereicht – nicht ahnend, das dieselbe in Melbourne stattfindet. :-) Zu ihrer und meiner Freude wurde sie als Referentin akzeptiert und bekam von ihrer Uni in Perpignan das Reisebudget. Also dank dieser Konferenz konnte ich Nathalie und ihren Freund Stephane am Donnerstag vor einer Woche in die Arme schliessen. Wir hatten uns eine Ewigkeit nicht gesehen. Beide bekamen unser volles Besucher-Umkuemmerungsprogramm. Sven – als perfekter Gastgeber – flog die Beiden und mich ueber das Hafenbecken von Sydney. Das war natuerlich die Kroenung und Nathalie konnte damit vor den arroganten Kongressteilnehmern kraeftig angeben. ;-)

Es standen noch die ueblichen Empfehlungen auf dem Programm, Zoobesuch, Manly und mit etwas Glueck bekamen wir sogar noch Opernkarten fuer Don Giovanni. Sonntag flogen beide nach Melbourne, um eine gute Woche spaeter noch mal fuer zwei Tage zurueck zu kehren. Am Mittwoch frueh flogen sie leider wieder zurueck nach Paris. Bon voyage! Je vais vous manquer! Fuer unseren naechsten Europaaufenthalt ist auf jeden Fall ein Abstecher nach Perpignan geplant. :-)

Das Schoene am Besuch bekommen ist, es macht uns wieder darauf aufmerksam, in welch schoener Stadt wir leben und welche Privilegien wir doch geniessen hier zu sein. Das geraet schon mal in Vergessenheit, wenn der Alltag zuschlaegt. Durch das Stauenen und Bewundern unser Gaeste wird uns Sydney noch mal so wertvoll! Insofern heissen wir den naechsten Besuch schon mal vorab herzlich willkommen. So ungefaehr in zwei Monaten koennen uns bitte die Naechsten den Alltag vertreiben. :-)

July 24, 2008

Startup-Schicksal

Category: Alltagsleben,Arbeit,OZ — Sven @ 7:26 am

Ohne Worte:

STATE SHIPPING LINE DELAYS START OF OPERATIONS

TONY O’HARE as the CEO and ACHIM DRESCHER as Chair planned a domestic coastal shipping service during the past two years. The business model of STATE SHIPPING LINE was based on the fact that Australia´s domestic transportation requirements have shown strong growth over the past 6 years. This is especially the case on the EAST – WEST – EAST route between Sydney, Melbourne and Perth and also on the SOUTH – NORTH – SOUTH route between Melbourne, Sydney, Brisbane and Townsville. The rail has a certain capacity which can only be expanded with a strong infrastructure investment and the same applies to the road/truck mode.

Australia needs three modes of domestic transport: rail, trucking and shipping. A domestic shipping operation can add substantial transport capacity, it is the cheapest mode and it is also the least polluting
mode.

It is the intention of STATE SHIPPING LINE to start with two vessels a fixed day weekly service on the East-West Route and extend to the South-North route with a third vessel later.

Over recent months the technical infrastructure (especially a sophisticated IT concept) has been established. Key staff of 10 people joined the project in offices in Sydney and Melbourne over recent weeks.

The charter process for two CV 1100 type vessels had progressed quite far and it was planned to start with the service in mid August 2008.

Finance for the project came from the Private Equity market in the form of loans over a significant period. These arrangements were put in place late 2007 and early 2008. However, in recent months the Financial Markets changed significantly. What started as the Subprime Mortgage Market Decline became an International Credit Crisis, which is now especially strong in the USA. One has to expect that Australia will not stay outside this development, in fact it is already extremely difficult to raise

funding and almost impossible to do so for a start-up situation. The financial lenders to STATE SHIPPING LINE have therefore now decided to delay the start of the project by at least a year as the funding of STATE SHIPPING LINE for the medium term (2 – 3 years) is not yet in place. There would be no purpose to keep
the infrastructure in place for this waiting period and staff has therefore been informed that the business will be wound down.

July 19, 2008

Schifffahrt, der Papst und andere Geschichten

Category: OZ — Sven @ 5:35 pm

Es ist mal wieder Zeit ein wenig zu berichten was in den letzten zwei Wochen hier so passiert ist.

Nachdem Burghardt zu Besuch ging die Woche gleich mit Arbeit los. Ich hatte doch während unseres Besuches in Hamburg ein Bewerbungsgespräch. Das wurde hier fortgesetzt und nun bin ich seid dem 7. July wieder in “Lohn und Brot” wie man so schön sagt. Es wurde nun auch Zeit, da ich mit meiner vielen Freizeit doch ein wenig unauslastet war trotz Fluglizenz und Surfen :-)

Nun bin ich also General Manager IT bei einem Startup in der Container-Schifffahrt. Spannende Sache, denn ich habe keine Ahnung von der Materie. Aber jeder meinte, daß es recht einfach ist und man dort schnell reinkommt. Worum geht es also?

Australien hat derzeit keine lokale Container-Schifffahrtslinie, d.h. die Ware, welche von Ost nach West oder Nord nach Süd transportiert werden muß geht überwiegend auf die Strasse oder der Schiene. Oder eben ein paar internationale Schifffahrtslinien nehmen diese mit – aber das wird hier sehr ungern gesehen (die Australier wollen natürlich auch ihre eigene Wirtschaft bezahlen). Die State Shipping Line wird hier nun genau das Thema angehen und mit erstmal zwei Schiffen für jeweils 1100 Container diesen Service anbieten ab Ende August. Dafür sind natürlich jede Menge IT Dienste nötig: Das Buchungs und Schiffsplanungsprogramm mit Kundenverwaltung, Email, Fileserver, Sales-Mitarbeiter mit Laptops, Blackberry und Remote Access, Büros in jeder grossen Stadt, etc. Also jede Menge Arbeit und Kreativität um das umzusetzten.

Gestern war ich mal einen Tag in Melbourne um dort ein paar Dinge zu erledigen. Morgens um 7 Uhr rein in den Flieger und abends um 21 Uhr zurück…schon ein langer Tag. Aber insgesamt geht es in der Schifffahrt schon ein wenig ruhiger (noch) zu als in der Internet / Web-Welt. Und es macht auch viel Spaß unterwegs zu sein und Dinge auf den Weg zu bringen. Im neuen Büro sitzen wir seid letzter Woche mit 10 Leuten, 3 weitere in Melbourne und noch diverse Positionen zu besetzen. Ich bin gespannt auf das erste Schiff und will unbedingt mal in den Hafen wenn es anlegt.

Achja…und dann ist da ja noch der Papst. Der ist seid Montag in der Stadt zum World Youth Day 2008. Neben ihm sind noch ca 500.000 Pilger und Anhänger aus allen Ländern der Welt in den gesperrten Strassen unterwegs und die Innenstadt ist dadurch schon sehr viel voller als sonst. Auch die Züge sind brechend voll und machmal muß man sich schon durch lautes “Excuse me” mal den Weg durch die rumstehenden Massen von Jugendlichen erkämpfen. Heute morgen war dann sogar die Harbour-Bridge gesperrt und es liefen die Menschenmassen über die Brücke um dann am späten Nachmittag auf dem Randwick Racecourse sich den Papst anzuhören. Natürlich waren auch viele Gruppen von Deutschen dabei und manchmal hatte man eher den Eindruck es sind Fussballfans und keine Katholiken, denn sie schrien auch mal “Oh wie ist das schön” und “Deutschland, Deutschland” – fast schon WM Stimmung :-)
Wir sind auf einen der Pylonen gestiegen und haben uns das treiben von dort oben mal angesehen. Bei herrlichem (Winter-)Wetter war es dort oben eine fantastische Aussicht bei Sonne und fast 20 Grad.

Letzten Dienstag war ich dann auch nochmal bei einem Nachtflug. Darren (der Fluglehrer) und ich sind von Camden aus bis zur Harbour Bridge geflogen und zurück – natürlich hatte ich keine Kamera dabei. So ein Mist. Aber ich hoffe wir machen das nochmal und ich denke beim nächsten Mal daran.

July 6, 2008

Whale watching aus der Luft und vom Land

Category: OZ — Madlen @ 10:38 pm

Gestern war ein super Tag! Mit unserem Besuch Burghardt sind wir ganz frueh aufgestanden, obwohl noch Restspuren vom Jetlag ins Bett lockten. Sven hatte einen Flieger gebucht. Wir hatten Glueck mit dem Wetter und vor allem mit den Jungs von der Flughafenkontrolle. Wir bekamen die Freigabe ueber die City von Sydney fliegen zu duerfen, so dass mein Lieblingspilot uns drei Runden ueber die Brucke und Oper kreiste!! Das war vielleicht toll! Dann ging es weiter entlang der Kueste, an den Straenden, der Hafeneinfahrt vorbei und kurz vor Maroubra sah ich zwei Wale im Wasser. Ich glaubte meinen Augen kaum. Aber meine Sichtung wurde bestaetigt und Sven kreiste uns ganz tief um die Wale herum. Das war vielleicht aufregend! :-) Ich habe den Ausloeser der Kamera – mit Serienbilderfunktion -  gar nicht mehr los gelassen. Es machte nur klick klick im Sekundentakt. Dafuer ist die Bildausbeute leider sehr mager ausgefallen. 170 Meter sind eben doch eine ziemliche Entfernung. Den Rest des Tages verbrachte ich mit einem zufriedenen Grinsen im Gesicht. Wir waren dann noch in Manly haben koestliche Ben Bry-Burger genossen und sind auf die Felsen ueber Shellybeach geklettert, um die Aussicht zu geniessen.

Die zweite Walsichtung hatten wir heute Nachmittag. Nachdem wir Burghardt zum Flughafen gebracht hatten, fuhren wir nach Maroubra, um Inga und Joern zu besuchen. Joern erzaehlte uns, dass sie vom Strand aus Walen beobachtet haben, die sogar aus dem Wasser gesprungen waren!! Den Rest des Nachmittags verbrachten wir mit anderen Schaulustigen auf einem Felsen hoch ueber dem Meer uns sahen leider etwas weit weg Wale ausatmen, manchmal einen Ruecken oder eine Flosse. Bis zur Daemmerung harrten wir in der recht kuehlen Luft aus und hofften auf Walspruenge. Joern meinte, die machen das wohl nur in der Mittagssonne, um sich zu waermen. :-)

Theoretisch waren wir ja infomiert, dass man rund um Sydney auch Wale beobachten kann, aber es dann selbst zu erleben ist doch einmalig!! Wir werden naechstes Wochenende bestimmt wieder Ausschau halten. :-)

July 3, 2008

In Bayern sagt man – Pfiat di God (oder eben Tschauiiii)

Nachdem wir in Hamburg Matjes genossen haben mußten wir natürlich auch noch in den Süden um Berge, Biergärten und Brezn zu bekommen. Und das Wetter spielte perfekt mit (bis auf ein paar kurze, heftige Gewitter).

Unser Flug am Montag morgen nach München war dann erst einmal verspätet, dann durften wir in die Sitze, saßen dort ca. 45 Min bevor der Pilot sich in die Kabine begab und mitteilte, daß wir alle wieder aussteigen müssen – etwas sei kaputt. Wie sich später herausstellte war es die Sprechanlage, deshalb auch keine Ansage über Lautsprecher, sondern persönlich von dem Pilot in der Kabine stehend :-) Ich glaube er war auch wenig begeistert…
Auf einen späteren Flieger umgebucht kamen wir dann 3 Std später in München an – aber unser Gepäck leider nicht…es war wohl in HH geblieben. Also zur Gepäck-Vermißten-Stelle (Lost luggage – wie heißt das wohl richtig auf Deutsch?) und abends wurde uns dann das Gepäck geliefert. Wir wollten ja eigentlich diverses Zeugs von den schweren Koffern am Flughafen lassen – nun mußte ich und der Lieferservice es in den 4 Stock Altbau schleppen…hmmm.

Am Abend haben wir uns dann noch mit Oliver, einem SAP Kollegen von Madlen im Augustiner Biergarten getroffen. Dieser Biergarten ist nach wie vor einer der schönsten in München wie ich finde – und mit einer Brezn, einer Maß Weissbier, Obazda und einem Platz unter einer der schönen Kastanien läßt es sich sehr gut ratschen, gucken und einfach den Tag genießen.

Dienstag stand dann ein Ausflug zu Vaike, Andre und Marc auf dem Programm. Eigentlich wollte ich die beiden ja durch die Gegend fliegen dort, unser Hochzeitsgeschenk…aber das Wetter war sehr unbeständig und die Gewitterluft produzierte heftige Turbulenzen, so daß die Flugschule eher abgeraten hat. Wäre sicher kein so toller Spaß für die beiden gewesen. Wir müssen das also nachholen beim nächsten Besuch !!!

Mittwoch waren wir bei meiner Grossmutter. Sie hält sich mit Ihren über 90 Jahren noch ganz gut und genießt auch weiterhin immer mal wieder ein Essen im Biergarten mit kleinem Hellen wenn Besuch kommt. Ich hoffe sie wird weiterhin gut umsorgt und ich freue mich auf den nächsten Besuch dort.
Meine Tante und Onkel vom Bodensee sind auch extra gekommen. So haben wir Erdbeeren (aus eigenem Garten) mit Eis im Garten genossen, ein wenig von unseren Erlebnissen hier in Sydney berichtet und vor allem das gute Wetter genossen.

Donnerstag waren wir in der Innenstadt. Shoppen, Viktualienmarkt, Stachus und einfach treiben lassen. Ausserdem habe ich endlich mal wieder Sandra getroffen – das münchner Mädel habe ich die letzten Jahre immer verpaßt. Schön, daß es geklappt hat !!!
Abends dann der obligatorische Besuch im Kaisergarten – der Kaiserschmarn dort ist einfach himmlisch und unübertroffen bisher. Es war ein schöner Abend mit Andy.

Freitag ging es dann endlich in die Berge. Es ging mit unserem geliehenen SIXT Cabrio erst zum Kochelsee wo wir uns das Wasserkraftwerk angesehen haben. Danach sind wir mit der Herzogstandbahn nach oben und sind zum Herzogstand gewandert. Herrlich diese Aussicht von oben. Berge sind im Sommer doch genauso herrlich beim Wandern wie im Winter zum Skifahren. Den Abend haben wir dann beim Fischmeister in Ambach genossen – ein kleiner, herrlicher Biergarten mit herrlichem Essen und super Aussicht auf den Starnberger See.

Es hat uns so gut gefallen, daß wir am Samstag gleich nochmal in die Berge wollten. Früh morgens um 7 Uhr gings los und wir sind ein wenig tiefer in die Alpen gefahren – nach Österreich. Dort kurz hinter Kufstein raus und nach Söll – einem Skigebiet in dem ich schön öfters im Winter war.
Wir waren doch glatt zu früh für die Seilbahn dort und beschlossen dann eben zu Fuß zu gehen…und es war eine goldrichtige Entscheidung. Morgens in der Ruhe und frischen Luft den Berg zu bewandern, ein Frühstück mit Butterbrezn auf einer Bank mit Blick, zwitschernde Vögel, Kuhglocken….herrlich.
Auf der Mittelstation eine kurze Pause und dann weiter zum Gipfel. Wir waren über 4 Std unterwegs und haben ca 1200m Höhenmeter erwandert als wir um 13 Uhr kaputt oben ankamen (das letzte Stück war schon nochmal mächtig steil). Aber es war ein tolles Gefühl, wir hatten uns unser Bier mit Brettljausn redlich verdient und haben die Abfahrt mit der Gondel genossen.

Abends ging es dann zum Abschied nochmal in den Augustiner Biergarten – ein Abschiedsmaß, Brezn und Obazda für lange Zeit. Sandra, Sandra und Alex haben uns (nochmal) begleitet und den Abschied schwer gemacht.

Am Sonntag ging es dann nach einem kurzen Frühstück mit Vaike wieder zurück nach Down Under. Im Flieger gab es dann leider die Nachricht, daß Deutschland nicht EM Meister geworden ist. Naja, sie haben sich ja wacker gehalten – und 2010 kommt ja bald. Ein kurzer Zwischenstop in Singapur zum Duschen und dann fehlte ein Koffer auch in Sydney, welcher dann aber am Tag danach auch angeliefert worden ist. Ersparte mir wieder einen Kraftakt die 25 kg die vielen Stufen hier hoch zu tragen :-)

Es war schön mal wieder in Nord- und Süddeutschland. Wir haben uns gefreut Familie und Freunde zu sehen, kulinarischen Dinge sehr genossen, Dinge zu bemerken und zu schätzen, welche vorher viel zu alltäglich waren (beispielsweise die vielen Singvögel in Deutschland und das deutsche Küche doch echt gut ist).

Ein Heimatbesuch geht zu Ende – wir sind nun wieder zu Hause. Heimat ist Sydney noch lange nicht, aber wir genießen nun auch hier wieder die Zeit, die Winter-Sonne und das klare Wasser.

Schland – Es war sehr schön.
Bis zum nächsten Besuch.