June 23, 2008
Tja, leider ist nun unsere Zeit in Hamburg schon zu Ende und morgen geht es nach München um dort noch ein paar Tage zu bleiben. Am Sonntag geht es dann über Singapur wieder zurück nach Sydney.
Es fühlte sich gut an mal wieder in der “alten Heimat” zu sein. Und der Abschied fällt mal wieder schwer. Auch wenn wir viele Dinge in Sydney sehr lieb gewonnen haben fühlt sich Deutschland/Europa mit seinem Stil, Atmosphäre, Vielfalt und Geschichte doch eher so an als ob man hier her gehört.
Aber vielleicht erwarten wir auch ein wenig zuviel – ist wohl klar, daß wir nach 9 Monaten Sydney nicht so ein Heimatgefühl haben wie in Hamburg wo wir ja ein paar Jahrzehnte gelebt haben.
Es war schön mal wieder durch Winterhude zu stromern, Fahrrad zu fahren (ist das schön), bei unserem Lieblingsitaliener zu sitzen oder im Niewöhner deutsche Küche in Form von Spargel, Matjes und Bratkartoffeln (warum gibt es sowas eigentlich nur hier?) zu essen, Fussball-Europameisterschaft zu feiern, sich von den Eltern bekochen zu lassen, bei Tanten und Onkeln im Garten zu sitzen, Grossmütter zu besuchen, andere “echte” Ozzies und ehemalige Ozzies hier zu treffen, Freunde zu umarmen und Geschichten zu teilen, die unendlich schöne Stimmung in der Alsterperle bei einem (oder auch mal mehreren) Weizenbieren zu genießen (wo gibt es sowas bitte nochmal?), Hamburger Schiffahrtskaufleute als Original zu erleben, über die Nordsee von Uetersen nach Büsum mit einer kleinen Cessna zu fliegen und dort einen Kaffee im Tower zu trinken, auf dem Goldbekmarkt die Croissants mit Freunden am Kaffeestand zu genießen und dann leckeren Käse vom Franzosen oder Österreicher zu probieren, in der Schanze den alternativen Gruppen zu begegnen und dann einen Tag später in Eppendorf dem neureichen “Schick” gegenüber zu sitzen, mit Ex-Kollegen über das immer noch vorherrschenden Chaos in der Firma zu diskutieren, mit uralten Freunden zusammen zu kommen und sich immer noch auf Anhieb zu verstehen und zu mögen sowie auf der Strasse von Leuten wieder erkannt zu werden und selbst Leute zu erkennen.
ALLES DAS IST HAMBURG – UND NOCH VIEL MEHR !!!
Es war schön, Hamburg, meine Perle. Ich werde Dich nun mal wieder verlassen. Bleib wie Du bist mit allen Facetten und Stimmungen. Wir kommen Dich wieder besuchen, ganz bestimmt in den nächsten 12 Monaten irgendwann. Und dann werden wir wieder viele der Dinge machen und vielleicht ein paar andere, welche wir nicht geschafft haben, andere Leute treffen, mal nach Sylt fahren, vielleicht sogar mal das Wellenreiten an der Nordsee probieren.
Vielen Dank an alle, welche sich die Zeit genommen haben und zu treffen, eigene Termine verschoben haben, uns Fahrräder und Autos geliehen haben, Wohnungen und Schlafplätze zur Verfügung gestellt haben und uns so warm hier empfangen haben – alles das ist auch Hamburg.
TSCHÜSS
June 15, 2008
Gibt es einen besseren Tag, um sich zu viert zu treffen, als Freitag den 13.? Astrid hat alle zusammen getrommelt zum Champagner trinken, shoppen und Sex&the City-Film gucken. Was das schoen mit Kathrin, Oxana und Astrid in der Sonne am Jungfernstieg zu sitzen und Geschichten auszutauschen!
Angeschickert vom Champus stuermten wir meinen Lieblings-Schuh-Laden Walter Steiger und obwohl ich mir schon ein Paar ausespaeht hatte, passten sie bei naeherer Betrachtung doch nicht so gut. Astrid war natuerlich erfolgreicher, da sie gar nichts kaufen wollte. Und Kathrin wird wohl noch mal in den Laden zurueck kehren. Nur bloed, dass ihr Lieblings-Schuh nicht herabgesetzt ist. Besser noch mal eine Nacht drueber schlafen. Danach marschierten wir vier Ladies in unseren Lieblings-Klamottenladen “Tempel”. Wieder war Astrid die erfolgreichste Shopperin.
Ich hatte ja schon nachmittags bei Unger und Chacok zugeschlagen. Kleine leichte Kleider sind fuer Sydney Wetter ideal.
Nach dem Shoppen waren wir hungrig und folgten Oxanas Empfehlung, die uns in die Galleria-Passage fuehrte in einen (fuer mich neuen) Sushi-Laden (Namen habe ich vergessen…der Champagner)! Was fuer ein Geschlemme. Es war gleich wieder die alte Vertrautheit zwischen uns, die nur zwischen Frauen entsteht, mit denen man Geheimnisse teilen kann. Wieso Schlampen? Wer uns kennt weiss, wie das entstanden ist und wer es nicht weiss, kann ja der eigenen Phantasie nachgehen….
Als kroenenden Abschluss haben wir uns im Streits den Film Sex & the City angeschaut. Das der Film in Originalfassung gespielt wurde haben wir erst im Kino realisiert. War das schoen! Wir haben gelacht und geheult. Den Absacker haben wir passenderweise in der neuen Bar an der Elbe eingenommen mit dem phantastischen Blick ueber Hamburg (20. Stock). Vielen Dank meine Lieblingsschlampen – das war ein toller Abend!
Ach…es tut irgendwie gut durch die alte Heimat zu ziehen, auf den Strassen so viele vertraute Menschen zu treffen und hier und dort einzukehren, wieder erkannt zu werden, durch die bekannten Läden und Restaurants zu schlendern und den Stil und die Atmosphäre von Hamburg und im speziellen Winterhude zu genießen. Wäre hier bloß noch der Strand und das Wetter zum Surfen….
Madlens Geburtstag haben wir mit einem Marktbesuch begonnen, mit viel Kaffee und Klönerei in Winterhude weiter genossen und im Nil mit Freunden ausklingen lassen – ein toller Tag mit einer langen Nacht.
Am nächsten Tag wurde ausgeschlafen, der kranke Papa von Madlen nochmal vor der Reha besucht und dann der Abend an der Alsterperle und mit deutschem Essen (mal wieder weisser Spargel, den gibt es in Sydney auch nicht) beendet.
Montag war ich dann mal in Uetersen um dort auch mal in Deutschland einen Rundflug zu machen. Komisch dabei war vor allem der deutsche Funk – ich kenne ja nur die englischen Begriffe und Phrasen. Wir sind nach St. Michaelisdonn geflogen und haben dort beim Tower schon einmal den Kaffeedurst angekündigt, wo wir dann nach der Landung auch sofort mit frischem Kaffee im Tower gegrüßt worden sind. Moin moin auf Norddeutsch mir lockerer Funkdisziplin.
Dienstag habe ich dann mal wieder mein australisches Englisch mit Luke bei einem Coremedia Lunch trainiert und durfte in der Englisch-Stunde bei den Kollegen ein wenig von meinen Erlebnissen der ersten 9 Monate erzählen sowie mich befragen lassen.
Mittwoch habe ich die Kollegen in Boberg besucht. Die Mittwochs-Mannschaft ist wie immer bei jedem Wetter aktiv am Segelfliegen. Der Tag war immerhin recht bewölkt und vor allem stark windig, so daß die Flieger schon recht wacklig im Landeanflug runterkamen.
Donnerstag gab es dann ja mal wieder Fussball – das gruselige Spiel mit der Niederlage gegen Kroatien….wir haben mit Torsten und Johannes in Ottensen beim Türken geschaut. Endlich gab es auch mal wieder einen guten Döner zu essen. Soetwas ist doch recht rar in Sydney.
Im Anschluß waren wir noch zur Lausch-Lounge auf der Altonale. Am Besten gefiel mir Neil Hickethier, der mit dem Abschlußteil eine tolle Stimmung erzeugt hat. Leider war aufgrund der späten Stunde die Polizei bereits vor Ort und begrenzte die Spielzeit. Aber auch die anderen Künster, insbesondere Fjarill gefiel uns auch sehr gut.
Nachdem ich gestern beim Zahnarzt mal wieder gequält worden bin (er findet natürlich gleich wieder zwei Löcher) sind wir heute nochmal auf den Markt gegangen und haben beim Franzosen nochmal herrlich frische und warme Croissants gegessen, bei Meckmanns Muffins einen Cappuchino getrunken und herrlichen Käse beim Tiroler Bauern gekauft – sowas könnten sie in Sydney auch mal einführen. Diese Vielfalt ist schon herrlich.
Dazu dann Trüffelnudeln beim ehemaligen Hausitaliener Salentino – Europa hat schon seine kulinarische Vielfalt, welche in Australien nur durch die asiatische Küche ersetzt wird. Eben anders.
Das alles natürlich viel mit dem Fahrrad, etwas was ich in Sydney als ehemaliger Dauer-Radfahrer schon vermisse. Dort geht eigentlich alles nur zu Fuß (wenn es sehr in der Nähe ist) oder eben mit dem Auto.
Deutschland ist echt schön – und mal schätzt es noch viel mehr, wenn man mal im Ausland ist. Aber das viele klare Wasser, Surfen und die einzigartige Natur Australiens vermisse ich auch schon…irgendwie hat eben jeder Ort so seinen Reiz
June 6, 2008
Nachdem wir ja am Mittwoch morgen gelandet sind haben wir den Tag ganz gut damit verbracht in Winterhude Freunde zu sehen, italienische Köstlichkeiten bei unserem alten Laden zu genießen, Madlens Papa im Krankenhaus zu besuchen und abends noch leckeren Spargel mit neuen Kartoffeln zu essen (lecker !!!) bevor wir tot ins Bett gefallen sind.
Die Nacht war super, kein Aufwachen morgens um 3 Uhr aufgrund der Zeitumstellung und gestern morgen ist Madlen dann mit der ersten Maschine in Richtung Walldorf geflogen. Ein wenig Business ist ja auch dabei – spart dafür Urlaub und Flugkosten
Ich bin nach einem Frühstück dann ins Büro bei CoreMedia gefahren wo mich meine ehemaligen Lieblingskolleginnen und Kollegen stürmisch empfangen haben. Es war sehr schön die Jungs und Mädels mal wieder zu treffen und mit ihnen zum Mittag in die Ständige Vertretung (StäV) zu gehen, lecker Flammekuchen zu futtern und dazu Geschichten zu hören und erzählen. Die Kollegen sind DER Grund bei CoreMedia gern gearbeitet zu haben und dieses soziale Berufsumfeld fehlt mir in Sydney doch sehr.
Danach habe ich mir noch mein altes Fahrrad von Alno ausgeliehen und bin damit dann zum Winterhuder Fährhaus gefahren wo ich Axel mit seiner Mutter getroffen habe. Es ist sooo schön mit dem Rad an der Alster zu fahren wenn das Wetter schön ist.
Abends war ich dann mit Thomas noch an der Alsterperle – unserem Lieblingsort zum Biertrinken und für “Männergespräche”. Auch das fehlt mir in Sydney. Abends hier an der Alster zu sitzen, die Füße ins Wasser zu halten, ein schönes Weizenbier und den Sonnenuntergang über den Kirchen der Stadt – Hamburg ist doch die schönste Stadt der Welt bei schönem Wetter mit den tollsten (Ex-)Kollegen und Freunden !!!
Danke für den schönen Empfang – es tut gut auch mal wieder hier zu sein.


June 4, 2008
Wir sind nun seid heute morgen in Hamburg. Die Sonne und Madlens Mutter hat uns hier empfangen.
Nun haben wir erst einmal geduscht und werden gleich mal durch die Gegend stromern um den Tag hier zu verbringen und uns nicht vom Jetlag ins Bett treiben zu lassen.
Madlen fliegt morgen früh nach Walldorf und ich werde dann mal Hamburg als Tourist erkunden
June 2, 2008
Wir sind am Samstag nachmittag in Singapur angekommen und machen einen längeren Stop hier um Björn und Burghardt zu besuchen. Schön warm und vor allem schwühl ist es hier….ganz schön drückend.
Wir dürfen bei Burghardt im Gästezimmer wohnen (DANKE!!!) und haben am Sa erst einmal alle zusammen im Foodcourt im die Ecke lecker lokale Küche gegessen: Babysquit, Süss-sauer Huhn, Gemüse bei dem ich vergessen habe wie es heißt, Tigerprawns und Stingray. Bei letzterem war ich sehr positiv überrascht – sehr lecker.
Sonntag hat uns Burghardt dann durch die Stadt gescheucht: Chinatown und Little India – wuselig und eben sehr chinesisch und indisch geprägt. Ein paar sehr alte schöne Häuser waren hier zu sehen, eine willkommene Abwechslung zu den fast nur neuen Häusern hier in der Stadt. Danach ins Dim Sim Elektro-Kaufhaus um uns mit ein paar Elektronik-Sachen einzudecken, welche man in Sydney einfach nicht bekommt oder nicht bezahlen kann. Lunch gab es in einem indischen Restaurant – lecker und scharfes Lamm, Huhn, Spinat und diverse Kleinigkeiten.
Heute sind wir die Orchid Road (Haupteinkaufsstrasse) abgelaufen und haben in den vielen Designer und Modeläden gestöbert, haben einen Wanderweg durch die geschichtlichen Gebäude gemacht und waren im Raffles Hotel – Touristprogramm pur. Aber bei über 30 Grad, Sonne und extremer Luftfeuchte war das ganz schön anstrengend und so sitzen wir nun bei Burghardt auf dem Sofa und ruhen uns erst einmal aus bevor wir nachher mit Björn noch die Zoo-Nacht-Tour machen wollen.
Morgen abend geht es dann weiter über Bangok nach Frankfurt und dann Mittwoch früh Landung in Hamburg pünktlich zum Start der EM.