Am Samstag geht es ja nun los….erstmal nach Singapur zu Björn, Burghardt und Knut und dann am Dienstag weiter nach Frankfurt und Hamburg.
Komisches Gefühl….was ist das nun eigentlich? – Nach Hause fliegen? Urlaub in Deutschland? Heimatbesuch?
Home / Zu Hause ist Sydney, aber eine richtige Heimat ist Sydney noch lange nicht. Ich fühle mich, als ob ich hier noch kein richtige Heimat habe, aber in Deutschland/Hamburg auch nicht mehr zu Hause bin. Irgendwie zwischen den Stühlen / Kontinenten.
Aber wir freuen uns auf unsere alte Heimat, Freunde, Winterhude, Alster, Sylt, Hafen, gutes deutsches Essen, Biergarten in München, Alpenluft und Bergseen, Frühsommer und alles was da so kommen mag – egal wie man nun die Reise bezeichnet.
Nachdem ich nun mal ein wenig Zeit hatte die über 1500 Fotos zu sortieren gibt es hier eine Auswahl der besten Shots.
Nun geht’s ans Kofferpacken…und am Donnerstag hab ich noch eine weitere Theorieprüfung vom Fliegen. Daumen Drücken.
Da Sven mit dem Blog schreiben einfach schneller ist als ich, kommt hier der Bericht von Samstag.
Am Samstag sind wir beide nach langer Zeit mal wieder nach manly zum Surfen gefahren, was toll war. Toll war auch der Gourmet-Burger, auf den ich mich immer schon Tage vorher freue und den es nur bei Ben Bry Burger gibt. Auf dem Weg zum Wasser, um den leckerhappen mit Blick zu geniessen, begegneten wir einer skurilen Type. Ein Mann vorwiegend in schwarz gekleidet und mit schwarzem Hut, hielt wie ganz selbstverstaendlich seinen Teddybaeren auf dem Arm. Skuril oder bekloppt? Auf jeden Fall ein Foto wert. Als wir den Burger verspeist hatten, sahen wir den Typen wieder am Strand sitzen und sein Teddy sass neben ihm. Dem Bild konnte ich nicht wiederstehen, also schlich ich mich von hinten an.
Als wir an einer Kirche vorbeigingen, sahen wir drei praechtig herausgeputzte Cadillacs vor dem Eingang stehen. Ich waere sehr gern in dem pinkfarbenen mitgefahren.
Zurueck am Auto machte mich Sven auf ein anderes skuriles Bild aufmerksam. Zunaechst sah ich nur einen Arsch in einer rosa Shorts am Strassenrand. Es entpuppte sich als eine Frau, die auf der Strasse neben dem Gehweg kniete und aus dem Rinnstein irgendetwas rausholte. Was? Keine Ahnung. Ich konnte nicht wiederstehen, den Eindruck festzuhalten.
Der heutige Tag (Sonntag) endete bei Joern und Inga auf dem Balkon, wo wir mit den beiden, Axel und Katrin koestlich gegrillt haben. Es gab Steak, Hamburger, Lammfilet, Lammshops, Gambas und jede Menge Gemuese, wie Kuerbis, Mais und gefuellte Pilze. Aber keiner sah so ritterlich aus, wie mein Liebster!!

Wir waren heute mal wieder in Manly beim Surfen. Wurde mal wieder Zeit das Wasser noch zu nutzen bevor die kalte Strömung aus dem Süden hierherzieht.
Als wir gerade so auf den Boards rauspaddelten sprangen ein paar Fische aus dem Wasser, als wenn sie gejagt worden sind. Und das wurden sie auch, denn kurz danach schaute ein Pinguin aus dem Wasser, guckte ein wenig verdutzt auf uns und schwamm schnell weiter.
Ich bin gespannt ob wir jetzt in der kommenden kalten Jahreszeit noch öfters solche Begegnungen haben – mit dem Pinguin um die Wette surfen ist ein guter Grund auch ins kalte Wasser zu gehen
Finally und Dank Madlens unermüdlicher Ruhe Ausdauer haben wir nun endlich einen Heimflug über Star-Alliance Meilen um unsere Lieben daheim in Hamburg und München zu besuchen. Wir fliegen am 31. Mai hier aus Sydney los um erst einmal in Singapur bei Björn und Burghardt ein Wochenende zu verbringen. Danach geht es weiter über Bangkok nach Frankfurt und den kurzen Sprung nach Hamburg, wo wir am 4 Juni um 8:35 Uhr ankommen 
Am 23 Juni fliegen wir dann nach München um von dort aus am 29 Juni dann über Singapur wieder nach Sydney zu fliegen.
Wir freuen uns schon auf die Zeit in der alten Heimat mit Freunden und Verwandten. In Hamburg auf die Alster und in München auf den Biergarten mit Brezeln, auf den Markt in Winterhude und die Kultur & Atmosphäre in den Strassen.
Seid gestern abend bin ich (leider) wieder in Sydney zurück von meiner Flug-Safari um halb Australien. Es war grossartig und ich bin jetzt immer noch ganz im Rausch der Erlebnisse. Hier eine kurze Zusammenfassung. Weitere Fotos gibt es hier.
Wir sind zunächst bei dicken Wolken und Regen losgeflogen und haben unsere IFR (Instrumentenflug) – Piloten wirklich gebraucht um aus der Sydney Gegend herauszukommen. Die Sicht war gleich null und mehr als einmal sind wir in den Wolken geflogen. Ansonsten eben darüber. Nach ca 3 Std Flug nach Norden wurde das Wetter besser und wir konnten den Boden unter uns mal wieder sehen. Nach einem Tankstop in Moree ging es weiter nach Longreach (1400km nördlich von Sydney) – der Geburtsstätte von Quantas. Dort steht unter anderem eine alte 747-400 zur Besichtigung offen und wir haben in strahlender Sonner uns die Innereien inkl. Cockpit, Fahrwerk, Gepäckraum, etc. angesehen. Dann ging es weiter ins Motel über die Strasse. Dort dann Dinner und Flugvorbereitung für den zweiten Tag. Am nächsten Tag war ich an der Reihe zu fliegen – 3,5 Std nach Adels Grove.
Am nächsten Tag war das Wetter weiterhin prima und los ging es nach einem kurzen Frühstück in Richtung Outback. Zunächst sind wir tief geflogen und haben uns die sehr vereinzelten Farmen und Stations angesehen, später dann den grossen Überblick auf 8500ft und nur noch 10°C. In Adels Grove angekommen gab es ausser dem Lande-Strip nichts rumherum – eine Oase im Nichts und das nächste Dorf über 140km weiter weg. Aber wir hatten grosse Zelte mit Bett am Fluß und haben uns gleich nach der Landung zu einer Kanutour aufgemacht um oben im Fluss herrlich zu baden. Abends dann ein leckeres Essen auf der Terrasse bei milden Sommertemperaturen und natürlich die allabendliche Flugvorbereitung für den nächsten Tag.
Am dritten Tag stand die Erreichung der Nordküste auf dem Flugplan. Zunächst ging es nach Bourketown zum Tanken. Dann war es nur noch ein kurzer Flug bis wir an die mit Flüssen durchzogene Nordküste kamen und dort an der Wasserkante in niedriger Höhe nach Wildpferden und Krokodilen Ausschau gehalten haben. Nach einem weiteren Tankstop ging es nach Daly Waters – einem Pub im Nichts des Outbacks, welcher in ganz Australien bekannt ist für seine Atmosphäre, seine Country-Show und die kuriosen Gestalten. Und die Atmosphäre war wirklich grossartig, das Essen (mal wieder riesiges Steak) deftig und reichhaltig und die Show von Frank Turton klasse.
Am nächsten Tag war ich wieder dran mit fliegen und so bin ich mit Christian im Copiloten-Sitz nach dem
Frühstück los nach Kununurra zum tanken und weiter über den Bungle Nationalpark nach El Questro. Tanken bei 34°C in Kununarra, Uhr umstellen (2 Std zurück) und weiter ging es in die Bungle Bungles, einer Landschaft, welche durchzogen ist von Kalksandsteinen und Hügeln und riesigen Seen. Nach dem Sightseeing dort dann weiter nach El Questro, einem Nationalpark im Outback mit riesigen Schluchten und Flüssen. Dort habe ich dann den Flieger sicher auf dem kurzen Bushstrip gelandet und wir sind zu unseren Luxusunterkünften gegangen um den herrlichen Abend zu genießen. Dabei begegneten wir riesigen (ca 1,5m) Echsen, welche sich in der Sonne langsam bewegten, wenn wir dichter kamen.

Am fünften Tag war “Rest-Day”. Es gab nur einen kurzen Flug von 30 Min zu einer anderen Unterkunft im selben Nationalpark El Questro. Ich habe meine drei Passagiere dorthin geflogen und wieder den Flieger sauber im Bushstrip auf den Boden gebracht. Von dort aus haben wir dann eine 4-Wheel-Drive Tour in die Schluchten gemacht und sind in die Enden gewandert (bzw. eher über die Felsen und Steine geklettert). Dort oben gab es dann herrliche Wasserlöcher und Seen mit glasklarem (aber kaltem) Wasser und Wasserfällen zum Baden.
Der sechste Tag war dann Ziel für Cape Leveque, das am weitesten entfernte Ziel dieser Reise. Dort besteht ein Aboriginal Dorf mit Zeltplatz und einfachen Unterkünften. Die Landzunge hat einen Bushstrip und so sind wir direkt neben dem Meer eingeflogen und dort gelandet. An der einen Seite von Cape Leveque gibt es Steilküste und einen herrlichen Sonnenuntergang, auf der anderen Seite einen schönen Sandstrand mit herrlich warmen Wasser, in welches wir uns stürzten nachdem wir gelandet waren und die Flieger an die Seite der Landepiste abgestellt hatten. Schon kurios einfach so in die Unterkünfte einzufliegen, während andere Gäste dort 6 Std über eine unbefestigte und schlechte Strasse zum nächsten Ort brauchten.
Der nächste Tag war der Hammer-Flugtag. 7,5 Std standen auf dem Programm und wir mußten früh los, da wir gegen die Sonne geflogen sind und somit die Abenddämmerung früher kam als gewollt. Um 9 Uhr (lokaler Zeit) war Abflug bei bereits 32°C – schnell in grössere Höhen wo es kühler wurde. In Derby mußten wir tanken und als ich in der Platzrund war ging bereits die “Low Fuel” Warnung an (hätte aber noch ca 60 Min gereicht). Kurz vor dem Sonnenuntergang sind wir nach langem Flug über endloses Outback ohne nennenswerte Besiedlung in der Nähe vom Ayers Rock in Curtin Springs gelandet. Neben dem Landestrip standen die Kühe und ließen sich auch durch unser Flugzeug nicht wirklich erschrecken….zum Glück sind sie neben und nicht auf der Landebahn gewesen. Die Unterkunft war auf einer Rinder-Farm und so begegneten wir diversen Farm-Angstellten und hatten eine grosse Runde zum Dinner mit anschließender Flugvorbereitung.
Der achte Tag war der Tag der Uluru-Umrundung. Und ich bin geflogen. Mit Christian und Kate als Passagiere ging es auf der vorgeschrieben Route um den Uluru und die Olgas. Danach nach Ayers Rock zum Tanken. Wow – dafür hat sich doch der ganze Aufwand und das Lernen mehr als gelohnt. Ein tolles Gefühl selbst um den Uluru zu fliegen.
Weiter dann zum Cadney Homestead, einem Truckstop neben einem grossen Highway. Dort halten nicht nur die Road-Trains mit 4 Anhängern, sondern es gibt auch einen Landestrip direkt neben dem Truckstop für Piloten, welche zum Lunch einen Hamburger haben wollen – und wir wollten !
Nach dem Lunch ging es weiter nach Coober Pedy – einer Opal-Minen-Stadt. Überall sind Löcher und Haufen aufgeschütteter Erde um die Stadt herum. Man vermutet, daß hier ca 1,5 Mio Löcher im Boden sind – die meisten mit nur einem Durchmaß von 1m, aber bis zu 25m tief. Es sieht total irre aus.
Weiterhin wohnen die Leute hier oftmals in unterirdischen Häusern und Unterkünften. Wir hatten auch unsere Zimmer im Underground Backpackers & Motel. Neben einer Führung durch die Minen-Gebiete haben wir noch eine Underground-Church besichtigt, einen Golfplatz ohne Rasen gesehen und eben uns die Löcher mal genauer angesehen (aus sicherer Entfernung, da schon diverse Leute natürlich dort abgestützt sind).
Am vorletzten Tag ging es dann langsam wieder Richtung Ostküste Australiens mit einem letzten Stop in der Turlee Station im Lake Mungo Nationalpark. Wir mußten den Flugplatz in Coober Pedy bis 8 Uhr verlassen haben, da er danach für Bauarbeiten gesperrt war…also war wieder frühes Aufstehen angesagt. Als wir unsere Maschine anlassen wollten gab es gerade heute Probleme mit dem Starter-Motor. Die letzten Tag gab es zwar mal hin und wieder einen Aussetzer beim Starten, aber wir konnten den Motor immer starten…heute wo wir in Eile waren klappte es nicht.
Also hat Jim den Propeller per Hand angeworfen – es sah gefährlich aus und er hat sich beim Wegspringen leider den Oberschenken gezerrt. Aber der Motor lief und wir konnten schnell erstmal rausfliegen nach Leigh Creek wo wir dann den Startermotor mal genauer ansahen, ein wenig Kriechöl und ein paar Schläge mit dem Hammer, danach lief er wieder wie vorher. Das war aber auch die einzige technische Panne, welche wir auf dem ganzen Trip hatten.
Weiter ging es von dort nach Lake Mungo wo wir abgeholt worden sind zu unserer Unterkunft auf einer Schafsfarm. Dort haben wir in den sehr einfachen Hütten der Schafsscherer gewohnt, auf durchgelegenen Matratzen und mit dünnen Sommerschlafsäcken. Die Nacht war mit 2°C saukalt und wir haben alle gefroren und uns über das Feuer im Kamin des Haupthauses gefreut. Im Outback wird es tagsüber noch recht war bis zu 35°C, Nachts dafür aber eben auch bitterkalt – hier fehlt das Wasser zu Temperatur-Speicherung, ausserdem sind die Nächte so klar und die Sterne so hell wie ich sie noch nicht gesehen habe bisher.
Dann war schon der letzte Tag und keiner wollte so recht zurück nach Sydney / Camden. Die erste Strecke bin ich nach Temora geflogen wo wir neben Tanken noch das Aviation Museum besucht haben bevor es dann über die Blue Mountains wieder zurück nach Camden ging, wo mich der Tower auf Runway 24 dirigiert. Nachdem alle drei Flugzeuge gelandet waren gab es noch ein Abschiedsfoto der tollen Truppe – die Tour hat uns allen extrem viel Spaß gemacht und wir haben neben den Flugerfahrungen tolle Orte besucht, welche die meisten von uns wohl nicht noch einmal sehen werden (es sei denn sie fliegen dort noch einmal hin).
