October 29, 2007
Ich weiss gar nicht genau, wieso mich beim Durchsehen der Whats on Seite fuer Sydney der Hinweis ueber den 7-bridges-walk so angesprochen hat. Fuer mich war gleich klar, dass ich da unbedingt mitmachen moechte. Ich versuchte gleich Sven davon zu begeistern. Er zeigte leider nur maessiges Interesse. Auch Kollegen zum Mitmachen zu bewegen scheiterten klaeglich. Mir fliegen die Gegenargumente nur so um die Ohren: “25 km gehen…”; “ja wenn das in einem Park waere aber an der Strasse…”; “so frueh aufstehen nach der Zeitumstellung…”.
Irgendwie erreichten mich diese Argumente gar nicht. So schaelte ich mich nach einer viel zu kurzen Nacht aus dem Bett. Sven drehte sich brummelnd noch mal um. Zugegeben 8 Uhr morgens nach neuer Zeit habe ich es auch nicht geschafft. Es war 9:20 als ich mir den ersten Stempel in meinen “Wanderpass” druecken liess. Die an der Strecke liegenden “Checkpoints” dienten gleichzeitig als Einstiegsmoeglichkeit. So dass jeder den fuer sie/ihn am guenstigsten gelegenen Einstieg waehlen kann.
Mein Einstieg und die erste Bruecke war natuerlich die Harbour Bridge. Es war schon recht warm, aber ich schritt froehlich und forsch voran. Der Grossteil der Strecke verlief am Wasser und fuehrte mich durch diverse Stadtteile, die noch nicht kannte. Nach jeder ueberquerten Bruecke und jedem durchquerten Stadtteil gab es einen neuen Stempel. Mit einem Wanderrucksack, Wasserschlauch und belegten Broten war ich optimal ausgeruestet. Ich goennte mir keine Pause. Um mich vor der Sonne zu schuetzen, zog ich trotz der Hitze ein langaermliges T-shirt an.
Als ich die siebte Bruecke hinter mir hatte, lagen noch viele Kilometer vor mir bis zum Ziel. Und diese verliefen nicht etwa in einer Ebene wie um die Alster! Gegen 14:45 war ich bei meinem ersten Checkpoint wieder angekommen. Ich habe also ca 4,5 Stunden gebraucht. Puhh. Ich war froh, als ich wieder zuhause ankam. Nach der Dusche schmiss ich mich wie ein Kaefer aufs Sofa.
Seitdem versuche ich das Gehen soweit wie moeglich zu vermeiden. Es war doch ein etwas extremer “Fruehsport”.
October 27, 2007
Wir machen am nächsten Wochenende am Sonntag nachmittag und abend unsere Housewarming / Einzugsparty. Ab Sonntag 16 Uhr ist hier jeder willkommen, der sich unser neues Heim angucken möchte und dazu ein Sekt, Bier, Wein, Kaffee oder Wasser trinken möchte
P.S: Dran denken – heute Nacht ist hier Sommerzeit-Umstellung. D.h. die Zeit-Differenz zwischen Deutschland und OZ ist dann 10 Stunden (da ihr ja eine Stunde zurück stellt und wir eine vor). Ab 6. April 2008 ist dann wieder Winterzeit bei uns.
Gestern haben uns Axel und Katrin in unserer fast fertig eingerichteten Wohnung besucht und traditionell Salz und (warmes) Brot mitgebracht (schön, daß es solche Traditionen gibt). Dazu kein “normales” Brot wie es hier zu kaufen gibt, sondern ein Schwarzbrot !!!
Es gibt hier eine deutsche Bäckerei wo man Brot nach deutschem Standard bekommt, d.h. es läßt sich NICHT auf ein Viertel reduzieren wenn man es zusammendrückt und es hat durchaus richtige Körner und man muß die Zähne benutzen wenn man es kauen will
Also alles in allem ein Stück Heimat was wir heute zum Frühstück genossen haben. Ist das schon Heimweh, wenn man sich an so einem Brot erfreut?
Danke an Axel und Katrin dafür !!!
October 19, 2007
Nachdem heute morgen die Jungs von der Umzugsfirma alles hier abgeladen haben waren wir den Tag über mit auspacken
beschäftigt. Möbel haben wir ja gar nicht soviel – aber in den Kartons sind irgendwie ganz schön viele Dinge gelandet, die man nicht unbedingt braucht. Schon garnicht nach den letzten 10 Wochen mit 2-3 Koffern.
Ich hab ja immer gesagt, daß man mit 2-3 Koffern genug Zeugs mitnehmen kann um gut zu leben und sich wohl zu fühlen – ich kann das jetzt auch wirklich bestätigen. Viel mehr braucht man nicht.
Während des Transports ist zwar nicht viel kaputt gegangen (nur ein paar
Gläser und Vasen), aber irgendwie vermissen wir allerlei Zeugs. Eine Abdeckplatte einer Kommode, eine Gardrobenstange, die Seitenteile eines Regals, Zubehör zu einem anderen Regal (u.a. die Schrauben, welche man unbedingt braucht zum Zusammenbauen) und so einiges mehr. Die Nummern der Kartons waren auch alle ein wenig durcheinander…irgendwie lief das wohl was schief mit der Dokumentation. Naja, mal schauen was noch so fehlt und uns in den nächsten Tagen so auffällt.
Zumindest war ich bis eben nicht in der Lage die Regale zusammenzubauen, also bleiben die Bücher und Orderkartons noch voll auf dem Balkon stehen bis wir da eine Lösung gefunden haben.
Für heute habe ich keine Lust mehr…morgen ist ja auch noch ein Tag.
October 18, 2007
Morgen bekommen wir unsere ganzen Kartons und Kisten geliefert. Der Inhalt des Containers ist durch den Zoll und Einfuhrbehörde (ohne irgendwelche Befunde) und morgen früh ab 8:30 liefert die Umzugsfirma das ganze Zeugs hier an.
Das wird bestimmt wie Weihnachten – 100 Kisten auspacken. Und mal sehen welche Möbel wir wohin stellen und was wir eventl. entsorgen (bzw. spenden) müssen / wollen.
Aber danach wird man hier zumindest mal an einem Tisch etwas essen können und einen Schreibtisch zur Ablage nutzen können
October 15, 2007
Eine kleine Skurrilität am Rande des Surry Hills-Festes. Das musste ich einfach fotografieren!


Am Freitag Abend waren wir wir ja schon angekündigt bei Nick’s Seafood Restaurant. Da es in allen möglichen Zeitschriften und Reisführern als hervorragend und outstanding besprochen wird hatten wir auch eine hohe Erwartung.
Madlen hat einen Bug (genauer gesagt einen Belmain Bug) gegessen – das sind kleine Hummer und nicht wie jeder von uns erst dachte das kleine ecklige Tier unterm Bett
Die sind hier eine Delikatesse und werden sehr gern genommen.
Danach sind wir mit der Bande von SAP Kollegen noch weitergezogen. Es war ja schließlich Freitag abend und alles lief auf der Strasse herum und machte Party. Wir sind noch in der Establishment Bar gelandet, einer der angesagtesten Läden Sydneys. Es war voll und laut wie man es von den australischen Feierwilligen kennt. Aber die Atmosphäre war super und die Bar echt sauschön.
Samstag morgen sind wir dann mit Kasey und Chris (Arbeitkollegin von Madlen aus Melbourne mit Freund) nach Manly zum Frühstücken im Jellyfish (direkt an der Ozeanküste). Ich habe mich schon sehr an die Art des Frühstückes mit Eiern, krossem Speck & Co gewöhnt und brauche morgens nur noch selten etwas Süßes.
Nachmittags sind wir dann zum Surry Hills Festival gefahren, welches nur am Samstag im Prince Alfred Park war. Surry Hills ist ein Stadtteil mit extrem vielen schrägen Leuten. Schwule und Lesben mischten sich mit jeder Menge Hippies und anderen schrägen Typen in dem Park und genossen das schöne Wetter mit einem Bier auf der Wiese liegend oder eben tanzend von einer der Bühnen. Neben Bühnen mit Livemusik gab es Zelte mit Lesungen, Kinderkarussels, Gruppen mit Trommeln, Aktobaten jeder Art und ein paar Bühnen auf denen DJ’s der Menge ordentlich einheizte. Diese tanzte dann fröhlich überall ab mittags im Park. Die Stimmung war ausgelassen und extrem feierlaunig. Auch mal schön so am nachmittag zu feiern, denn das Fest endete um 18 Uhr. Hier mal ein kurzer Eindruck von der tanzenden und feiernden Masse:
Wir sind dann mit Axel und Katrin (mit denen hatten wir uns dort verabredet) noch nach Kings Cross gelaufen wo wir ein sehr leckeres Dinner im Gazebo Winegarden hatten. Im Anschluß sind wir noch ein wenig durch die dunklen Strassen gelaufen. Es war erneut Feierlaune in der Luft und die Mädels liefen mal wieder extrem kurz bekleidet herum hier
Gestern sind wir nach unserem Frühsport über die Brücke gelaufen und haben ein wenig in der Stadt gebummelt, dies und das gekauft und den Sonntag langsam angehen lassen. Abends waren wir noch mit Oliver (einem deutschen Kollegen von Madlen, der für das Bootcamp ein paar Tage hier Sydney war) sehr lecker in Manly im Whitewater Restaurant speisen. Sehr zu empfehlen.
Die Woche hat uns wieder….6:30 aufstehen und schwimmen gehen. Madlen sitzt nun im Büro und ich muß mal ein wenig organisatorisches erledigen. Mal schauen was der Container so macht…
October 13, 2007
Als Frau habe ich hier in Australien gleich drei Herausforderungen zu meistern: den Linksverkehr, die neuen Dimensionen unseres Autos und einen total unentspannten Beifahrer, der auch noch alles besser weiss. Viele von Euch kennen diese Situation sicher auch ohne die ersten beiden Punkte.
Kurzeitig auf dem Weg in die Blue Mountains war ich nicht mehr sicher, ob es eine gute Idee war, das Steuer zu uebernehmen. Ich musste mir diverse Kommentare zu meinem Fahrstil gefallen lassen. Es fuehrte dann mehr zur Verunsicherung als zur Verbessserung. So waren wir beide ganz geschafft, als wir in den Blue Mountains angekommen waren.
Ganz so schlimm war es nicht und wir beide muessen da eben durch!
Sven dagegen bewegt sich schon wie ein Einheimischer fliessend durch den Verkehr, um die zahlreichen Kreisel-Kreuzungen und ohne Strassenkarte. Ich brauche Sven als mein Navi, sonst bin ich hier verloren.
Uebrigens seit der Tour zu den Blue Mountains bin ich nicht mehr gefahren…
October 12, 2007
Heute war ein echt durchwachsener Tag. Echtes Aprilwetter würde man bei uns sagen
Heute morgen war’s noch ganz schön, so daß ich als ordentlicher Hausmann die Wäsche draussen auf der Leine zum Trocknen aufgehängt habe. Dann bin ich zu meiner Flugstunde losgefahren nach Camden.
Kaum über die Brücke gab es tiefschwarze Wolken, die einen nichts gutes ahnen ließen. Ich machte mir weniger um die Wäsche sorgen als um meine Flugstunde und rief eben mal beim Flugplatz dort an. Der Hagel war aber da schon durchgezogen und hat mit golfballgroßen Brocken für ein wenig Unruhe gesorgt….aber es sei wohl wieder alles recht normal und ich solle man kommen.
Also kämpfte ich mich durch den Regen und Hagel nach Camden und tatsächlich war es dort trocken mit ein paar bedrohlichen Cumuluswolken und ein wenig Sonne. Also den Flieger aus dem Hangar, checken und los. War ganz schön windig und die Böhen kamen ein wenig von der Seite. Jim meinte, daß übt und wenn ich in dem Wetter fliegen bzw. starten und landen lerne kann ich’s später auf jeden Fall. Loopings gab’s aber heute nicht…
Ich hab ganz schön geschwitzt den Flieger auf Kurs tu halten und sauber von der Piste und wieder auf die Piste zurück zu bekommen. Wir haben bestimmt 15 Runden gedreht immer mit verschieden Höhen, aber die meisten Landungen waren ganz ok (eine hab ich echt versaut, aber das muß auch erlaubt sein bei dem Wetter).
So ein Flieger mit Heckrad ist echt total windempflindlich und extrem schwer auf dem Boden zu manövrieren – Jim gab mir diverse Tips, wie das geht, damit ich nicht wie ein Idiot über die Taxiways in Schlagenlinien fahre
Achja…hier gibt’s übrigens auch ALDI. Und die haben zum Teil richtige, deutsche Produkte mit deutscher Aufschrift. Gar nicht so übel bspw die Butterkekse mit Schoki. Auch das Müsli kaufen wir immer dort, weil es ohne Zucker ist (leider eher selten hier). Und wöchentliche Specials haben sie auch – also alles wir in Deutschland.
So – ich muß los…ein paar SAP-Kollegen sind hier und es geht zum Darling Harbour zum Essen zu Nicks mit Partnern.
October 11, 2007
Gestern war nun wieder mein Flugtag. Und ich hatte meine erste Unterrichtsstunde im Motorflug in dieser Maschine (Typ Citabria 7GCBC) in Camden. Jim – mein Fluglehrer – war ganz zufrieden mit meinen Starts, Landungen und Rollübungen auf dem Feld und so haben wir zum Abschuß noch einen Looping geflogen
Am Nachmittag war ich dann wieder auf dem “Glider Strip”, also dem Segelflugfeld um nochmal mit der DG-1000 einen schönen Flug zu machen. Die Thermik war aufgrund des auffrischenden Meerwindes recht zerrissen und die Wolken lösten sich aufgrund des Kaltlufteinflusses gerade auf, so daß wir “nur” einen 45 Minutenflug hatten.
Eigentlich wäre ja heute wieder surfen angesagt. Aber meine Rippenprellung vom letzten Mal surfen (muß irgendwie auf das Brett unglücklich gefallen sein oder so) meldet sich noch weiterhin – also werde ich wohl erst nächste Woche damit weitermachen. Surfen scheint den Körper mehr zu belasten als Fliegen. Heute also Haushalt und Wäsche
Morgen hab ich dann nochmal eine Doppelstunde mit Jim.