Dieses ist nun unser erstes One-Way-Ticket:
Schon irgendwie ein merkwürdiges Gefühl ohne Rückfahrschein
Dieses ist nun unser erstes One-Way-Ticket:
Schon irgendwie ein merkwürdiges Gefühl ohne Rückfahrschein
Täglich ist der Transfer nach Australien mir gegenwärtig, ob ich in Hamburg bin, auf irgendeinem Flughafen oder in Novi Sad (Serbien) wohin mich ein Projekt seit einem Jahr verschlagen hat. Dabei hält mich der Alltag in der Woche zwischen Hamburg und Novi Sad pendelnd noch so beschäftigt, dass mir der Umzug nach Sydney noch weit entfernt scheint. Sven erlebt das ganz anders. Er kümmert sich darum unseren Fuhrpark zu verkaufen. Paolo, mein Roller war der erste.

Ein Haken mehr auf der unendlich und anscheinend noch anwachsenden Liste. Und gleichzeitig ein kleiner Abschied von einem Stück Leben hier in Hamburg. Paolo stand jetzt 2 Jahre etwas vernachlässigt in der Garage, aber all die Jahre vorher war er im unermüdlichen Dauereinsatz zwischen der Stresemannstrasse und der KPMG Geschäftsstelle. Sommer wie Winter bin ich gefahren, einzig Eis auf der Strasse hat mich vor einer Fahrt mit Paolo zurück schrecken lassen. Seitdem ich in Winterhude wohne, habe ich mein Fahrrad (mit ohne Namen) mehr im Einsatz – zumindest am Wochenende. Das werde ich allerdings auch nach unendlich vielen Jahren treuer Dienste hier lassen. Beim Betrachten des Fotos wird schnell klar, verkaufen kann man so etwas nicht mehr!
Der Rahmen ist immer noch prima, aber das Hinterrad hat mehrere Achten (oder spricht man von Sechzehnten oder Vierundzwanzigern in so einem Fall?), der Sattel ist ohne Kommentar und die Mäntel sind so porös, dass jetzt hinten ein neuer Schlauch wohnt. Wer von Euch also einen neuen Schlauch gebrauchen kann, melde sich bei mir. Das Fahrrad steht ab dem 18. August der Allgemeinheit zur Verfügung.

Tja…wenn man ins Ausland geht kann man manche Dinge einfach nicht mitnehmen. Und so sind wir nun dabei alle fahrbaren Untersätze zu verkaufen.
Der Roller von Madlen ist schon vor einigen Tagen an einen netten Käufer hier aus Winterhunde gegangen, der sichtlich Spaß daran hatte. Vielleicht sehen wir ihn ja das ein oder andere Mal noch hier rumfahren.
Heute morgen hat mein Tiger nun seine lange Reise angetreten. Er wandert nach Schweden aus. Um 7:30 kam ein Händler und hat ihn übernommen und in seinen Transporter geladen um damit dan heute abend in Schweden anzukommen.
Der Tiger war ja schon viel unterwegs – allerdings eher in den südlichen Gebieten:

Irgendwie schon ganz schön traurig – er war ein wirklich treuer und guter Begleiter, der einige Touren (allein 3 Alpentouren) erlebt hat.
Nun geht es noch darum das Motorrad von Madlen sowie das schöne Cabrio zu verkaufen. Mal schauen wer sich daran erfreuen wird.
Wir sind schon fleißig dabei uns zu überlegen was mitkommt, was hierbleibt und eingelagert wird und was demnächst auf dem Flohmarkt hoffentlich verkauft wird. Bei den Sachen die mitkommen müssen wir dann ja auch noch trennen zwischen Luftfracht (ca 2 Kubikmeter bis zu 300 kg haben wir dort zur Verfügung) und Seefracht (da gibt’s nen großen Container). Die Luftfracht ist ca zwei Wochen unterwegs und wir können dort also die wichtigsten Dinge unterbringen. Die Seefracht braucht so 10 Wochen (kann aber auch +/- 4 Wochen variieren).
Da ich ja damals aus meiner großen Wohnung zu Madlen in 48 qm gezogen bin steht von meinen Sachen ja eh schon viel im Lager. Dorthin haben wir nun in den letzten Wochen schon etliche Kartons hinzugebracht, welche bei Madlen auf dem Dachboden waren. Und so sieht das Lager dann aus, wenn alles drin ist:

Einige der Sachen aus meiner alten Wohnung sollen nun aber auch mit, d.h. einiges muß dort aussortiert und umgepackt werden. Ganz schon viel Packerei und Logistik. Und dann muß man ja auch immer im Hinterkopf behalten, daß man nicht alles mitnehmen darf. Dekozeugs z.B. aus Stroh o.ä. ist tabu. Unbehandeltes Holz und Felle ebenso.Als Restbestand, der erstmal hierbleibt gibt’s drei Paletten gestapelt mit Kartons:

Ich hoffe wir haben nun so langsam einen groben Überblick was mitkommt und was hierbleibt. Aber es gibt noch viel zu tun und hier in der Wohnung und auf dem Dachboden stehen auch noch ein paar Kartons. Langweilig wird’s nicht und ich lerne mal wieder mit elektrischer Ameise Paletten durch die Gegend zu schubsen und diese dann sinnvoll zu packen und mit Folie zusammen zu zurren. Voll gewerbliche Arbeit
Macht total Spaß
Heute war nun der zweite Umzugsberater bei uns und hat abgeschätzt wie groß und schwer unser Umzugsgut ist. Wir haben 300 kg, welche wir Luftfracht nach OZ bekommen dürfen, der Rest geht per Seeweg. Wobei die 300kg Luftgepäck größenbegrenzt sind – pro Kubikmeter wird immer 167,75 kg berechnet – und um 150 kg in einem Kubikmeter zu transportieren muß man wohl schon Mauersteine einpacken
also ist die Größe mit 2 Kubikmeter für uns eher entscheidend.
Der Luftweg dauert ca 10 Tage, der Seeweg natürlich viel länger – 8-10 Wochen. Dazu kommen dann nochmal 7-10 Tage für den Zoll und “Inspection”. Es ist ja nicht so, daß mal alles was man will mitnehmen kann, sondern es gibt ellenlange Listen welche Restriktionen auflisten. So darf man im Grunde keine “natürlichen” Dinge wir Fell (selbst Fell-Aufzätze an Kleidungen sind tabu), unbehandeltes Holz und sonstige Dinge wie Deko-Materialien mitnehmen. Auch der Stohhut von Madlen ist nicht zulässig was sie doch sehr geärgert hat (als ob Sie irgendwelches Getier auf dem Kopf haben würde was in OZ Schaden anrichten könnte).
Hoffen wir einmal, daß unsere Dinge nicht zusehr begutachtet werden und die Kartons nicht alle dort auseinandergenommen werden.
Wenn sie irgendwas finden was nicht zulässig ist wird es nämlich kostenpflichtig entsorgt (wohl richtig teuer) und/oder mit Gas behandelt (auch nicht gerade günstig).
Ausserdem müssen wir mal ordentlich aufteilen was wir direkt mit dem Überflug mitnehmen (wir dürfen jeder 40 kg mitnehmen weil wir wohl Business fliegen und Madlen doch eh so einen guten Miles-And-More-Status hat), welche Sachen per Luftfracht ca 2 Wochen später da sein sollen und den Rest, der dann irgendwann hoffentlich im Container vor die Tür der noch zu findenden Behausung geliefert wird…